Frankreich oder Skandinavien als Vorbilder künftiger Familienpolitik?

Dorothea Siems stellt auf Welt-online die Akzente in der Familienförderung von Union und Rot/Grün einander gegenüber. Tendenz: Die Union will den Eltern mehr von ihrem Geld lassen, Rot/Grün will mehr Berufstätigkeit und Umverteilung.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article114378922/Union-will-Splitting-nach-franzoesischem-Vorbild.html

 

Immer weniger Deutsche leben in Familien

Innerhalb von 15 Jahren sank die Zahl der Familien

von 13,2 Millionen auf 11,7 Millionen

Wiesbaden/Berlin/Tübingen (idea) – Die Zahl der in Familien lebenden Deutschen nimmt ab. Dies hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aus Anlass des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai bekanntgegeben. 2011 lebten 49 Prozent der Bundesbürger in Familien; 15 Jahre zuvor waren es noch 57 Prozent. Als Familienmitglieder gelten, so das Bundesamt, Mütter und/oder Väter (auch Stief-, Pflege- oder Adoptiveltern) und die mit ihnen in einem Haushalt lebenden minder- oder volljährigen Kinder. Die Zahl der Familien sank in diesem Zeitraum von 13,2 Millionen auf 11,7 Millionen; das entspricht einem Rückgang um 14 Prozent. Das Bundesamt führt die Entwicklung auf die sinkende Zahl der jährlichen Geburten, den Anstieg an Single-Haushalten und die Zunahme an Senioren zurück.

Evangelische Aktionsgemeinschaft: Sinkender Familienanteil nicht dramatisch

Von der Evangelischen Nachrichtenagentur idea befragte Familienexperten beurteilen die Entwicklung unterschiedlich. Die Bundesgeschäftsführerin der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Berlin, Insa Schöningh, hält den sinkenden Familienanteil an der Bevölkerung nicht für dramatisch. Es gebe weniger Mehrkindfamilien, und die Menschen würden immer älter. Daher sei es verständlich, dass in diesen Haushalten immer weniger Kinder lebten. In einigen Jahrzehnten werde sich ein Gleichgewicht zwischen Geburten und Sterbefällen einstellen. Eine Steigerung der Geburtenrate lasse sich nicht erzwingen. Die Politik könne nur die Rahmenbedingungen zur Erfüllung des Kinderwunsches verbessern, etwa durch Betreuungsangebote sowie durch Werbung für ein kinderfreundliches Klima. Außerdem würde es laut Schöningh jungen Menschen bei der Entscheidung für Kinder helfen, wenn sie längerfristige berufliche Perspektiven hätten. Dies sei aber vor allem eine Aufgabe der Arbeitgeber.

Erst Kinder, dann zurück den Beruf

Hingegen sieht der Leiter der evangelikal orientierten Ehe- und Familienberatung Team.F, Siegbert Lehmpfuhl (Rangsdorf bei Berlin), den Familienrückgang als Spiegel gesellschaftlicher Trends. Eine ausschließlich an Wirtschaftsinteressen ausgerichtete Politik wolle Frauen weismachen, sie könnten zugleich Mutter sein und einen Erwerbsberuf ausüben. In der Praxis führe dies zu einer Doppelbelastung, die sich durch den Verzicht auf Kinder am ehesten vermeiden lasse. Richtig wäre es vielmehr, erst Kinder zu bekommen und einige Jahre zu erziehen und erst dann in den Beruf zurückzukehren. Problematisch sei auch der Wunsch nach Perfektion, „selbst bei der Partnerwahl“. Lehmpfuhl: „Wenn der Märchenprinz endlich gefunden zu sein scheint, ist es für das Kinderkriegen oft zu spät.“ Der Familienpädagoge mahnt: „Wer sich gegen Kinder entscheidet, entscheidet sich auch gegen Enkel und damit für ein einsames Alter.“

Einwanderung hilft nicht gegen Kindermangel

Kritik an der Absicht der Bundesregierung, dem Kindermangel durch vermehrte Einwanderung zu begegnen, übt der Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit, Kostas Petropulos (Tübingen). Es grenze an „Ausbeutung“ ost- und südeuropäischer Länder, die dort ausgebildeten Facharbeiter abzuwerben. Sie würden für den wirtschaftlichen Aufbau ihrer Länder benötigt. Durch Einwanderung könne Deutschland seine hausgemachten Probleme nicht lösen, sagt Petropulos. Wichtiger sei es, die wirtschaftliche Basis der Familien deutlich zu stärken. Dies sei die beste Voraussetzung dafür, dass Paare ihren Kinderwunsch verwirklichen können.

IDEA 15. Mai 2013

Staat verkennt seine Zukunftschancen!

​KRFD PRESSEMITTEILUNG

Zeit für eine selbstbewusste Familienpolitik
MÖNCHENGLADBACH – 14.05.2013: “Wer Familien fördert, der betreibt Investitionspolitik und keine Almosen-Wirtschaft”, sagt Dr. Elisabeth Müller, Vorstandsvorsitzende vom Verband kinderreicher Familien Deutschland e. V. anlässlich des Tages der Familien am 15. Mai. 
In den letzten Jahren hat die Zahl der Mehrkindfamilien kontinuierlich abgenommen, obwohl Umfragen bestätigen, dass viele Eltern sich mehr als zwei Kinder wünschen. Durch verbesserte Rahmenbedingungen kann der Staat Familienwillige unterstützen und den gesellschaftspolitisch wertvollen Lebensentwurf Großfamilie wieder zu einer risikoärmeren Lebensoption machen. Deutschland braucht eine nachhaltige Familienpolitik und nicht die Fixierung auf eine kurzfristige und kurzsichtige Steigerung der Beschäftigungsquote. “Wer die Zwei-Kind-Familie mit Vollbeschäftigung beider Elternteile zum alleinigen Maßstab der Familienpolitik erhebt, wie es derzeit geschieht, der gräbt den Kinderreichen und auf lange Sicht der ganzen Gesellschaft das Wasser ab”, macht Müller deutlich und verweist darauf, dass es die Kinderreichen sind, die entscheidend zur demographischen Zukunft beitragen.
Nach einer Untersuchung des IFO-Instituts macht der Staat mit jedem Kind einen zusätzlichen Gewinn von rund 70.000 Euro. “Es ist unvorstellbar, aber in die staatlichen Berechnungen zur Familie gehen nur staatliche Zahlungen ein, nicht aber, was der Staat während der langen Erwerbsphase der Kinder an Steuern und Sozialbeiträgen einnimmt. Ebenso wenig verschweigt die Statistik, wie groß der „Kunde“ Familie ist und welchen Gewinn die Wirtschaft über den Markt Familie erzielt“, betont Müller. Damit täuscht sich der Staat selbst über das Potential der Kinderreichen hinweg und verkennt Zukunftschancen.
“Sowohl die Autoindustrie, ebenso wie die Textilindustrie, die Freizeitindustrie oder z.B. die Drogerie-Märkte verdienen erheblich an Familien.” Obwohl sie einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft unseres Landes leisten, werden Familien überproportional mit Verbraucher-Steuern belastet und können die Mehrbelastung steuerlich kaum geltend machen.”Täglich sind Kinderreiche mit willkürlichen und familienfremden Regelungen konfrontiert, wie etwa auf zwei Kinder beschränkte Familienkarten, mangelnden Wohnraum oder behördliche Schikanen. Das ist ärgerlich und erniedrigend”, erklärt die Vorsitzende des Bundesverbandes. „Eine handfeste Ungerechtigkeit allerdings ist die völlig ungenügende Anerkennung der erzieherischen Leistung bei der Alterssicherung – insbesondere, wenn sie mit unflexibler Kinderbetreuung und schwerfälligen Arbeitszeit-Modellen einhergeht. Erschwerend kommt hinzu, dass der berufliche Wiedereinstieg häufig verhindert oder zumindest enorm behindert wird”, erläutert Müller.
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INFO: Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative einiger engagierter kinderreicher Familien entstanden, hat mittlerweile rund 1000 Mitgliederfamilien und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für die Interessen von Familien ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Familien, die sich untereinander unterstützen und Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist überkonfessionell und überparteilich.  
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Pressekontakt:
Dr. Patricia Arndt, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit
KRFD – Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Korchenbroicher-Str. 83
41065 Mönchengladbach

 

Zum “Tag der Familie”

Verband Familienarbeit e.V.                                                                                         vormals Verband der Familienfrauen und -männer e.V. (vffm)                                   Verband zur Förderung der eigenständigen finanziellen und sozialen Sicherung bei Familienarbeit

Pressemeldung 14. Mai 2013 Familienpolitik im Auftrag der Wirtschaft

Zum „Tag der Familie“ am 15. Mai äußert sich die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Gertrud Martin: „Es ist zunehmend unerträglich, dass ‘Kinderbetreuung’ immer nur als Betreuung durch Dritte, nicht durch die Eltern, verstanden und kommuniziert wird. Die Politik hört einfach weg, wenn sich Kinder und Eltern in Umfragen mehr Zeit füreinander wünschen – und die Politik legt eine weitere Schippe drauf beim Ausbau der Fremdbetreuung, um auch die äußersten zeitlichen Randzonen abzudecken. So geht der Trend zur Rund-um-die-Uhr-Krippe. An das Kindeswohl oder daran, dass vorrangig die Eltern das grundgesetzlich verankerte Recht haben, die Art und Weise der Betreuung ihrer Kinder zu bestimmen, wird kein Gedanke verschwendet! Eine Stärkung des familiären Zusammenhalts durch angemessene finanzielle Honorierung der elterlichen Betreuung wird schon als Diskussionsthema peinlich gemieden.“

Martin bezieht sich auf eine Pressemeldung aus dem Familienministerium zum „Tag der Familie“, in der nur die außerfamiliäre Kinderbetreuung überhaupt als Betreuung thematisiert wird. So werde selbst dieser Tag zur Propagierung der Fremdbetreuung in den Dienst der Profitmaximierung der Wirtschaft gestellt.

Martin führt aus: „Die Idee der Vereinbarkeit von Familie und Beruf verkommt in Deutschland zusehends zu einem System, das besonders Frauen rücksichtslos benachteiligt und durch Doppelbelastung ausbeutet. Es ist offensichtlich beabsichtigt, beide Eltern in die Vollzeit- Erwerbsarbeit zu drängen, während die Kinder in Vollzeit fremdbetreut werden. Eine Vereinbarkeit, die Erwerbs- und Familienarbeit als gleichwertig gewichtet, muss auch den entsprechenden finanziellen Rahmen schaffen. Eine Teil-Erwerbsarbeit generiert nur einen Teillohn. Die andere Teilzeitarbeit in der Familie muss logischerweise den ersten Teillohn ergänzen. Ohne diesen Schritt ist eine echte Vereinbarkeit nicht zu machen. Auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau bleibt ohne realitätsgerechte Bewertung der Familienarbeit Stückwerk. Es ist absurd zu glauben, dass Väter in nennenswerter Zahl die Familienarbeit zu den heute geltenden Null-Entgelt-Bedingungen übernehmen werden. Als Alternative werden sich junge Menschen immer öfter ihren Kinderwunsch versagen und die Geburtenzahlen weiter einbrechen. Die Zukunft der Familien wird der Profitgier weniger geopfert. Zur Verschleierung wird diese Politik auch noch als ‘familienfreundlich’ verkauft.“

Der Verband Familienarbeit e. V. ruft dazu auf, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen.

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Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Mail: bundesvorstand@dhg-vffm.de                        Dr. Johannes Resch, Tel.: 06349/963855, E-Mail: Johannes.Resch@t-online.de           Birgit Kelle, E-Mail: bkelle@dhg-vffm.de

Ulrike Rau, Tel.: 07563/2637, E-Mail: ulrike-rau@t-online.de
Wiltraud Beckenbach, Tel.: 06356/963445, E-Mail: w.beckenbach@gmx.de
Karl Simpfendörfer, E-Mail: ksimpfendoerfer@dhg-vffm.de
Silke Bürger-Kühn, Tel.: 0718164596, E-Mail: sbuergerkuehn@dhg-vffm.de       Heidemarie Wolf-Schneefuß, Tel.: 0531/350169, E-Mail: heidemarie@schneefuss.org     Gudrun Nack, Tel.: 0761/4002056, E-Mail: geschaeftsstelle@dhg-vffm.de,        Vaubanallee 4, 79100 Freiburg

E-Mail: vffm.presse@t-online.de http://familienarbeit-heute.de
Volksbank Villingen eG, BLZ 69490000, Konto Nr. 25410904

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel!

Frau                                                                                                                                       Dr. Angela Merkel                                                                                                            Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland                                                                    Berlin

 

Aufmerksam haben wir von der ELTERNINITIATIVE für FAMILIENGERECHTIGKEIT Ihre Ansprache zum bevorstehenden 2. Demografiegipfel verfolgt. Sie werben dafür, den Kinderschwund nicht als Bürde, sondern als Chance zu sehen.

Erlauben Sie uns die Frage, was Sie genau unter Chance verstehen!

Ist es eine Chance für unser Land, wenn unseren Kindern die  Mütter für 5,4 Milliarden Steuergeld abgekauft werden?

Ist es eine Chance für unser Land, wenn die Mütter den Betrieben dienen und nicht mehr ihren Kindern?

Ist es eine Chance für unser Land, wenn unzählige abgelieferte Kinder sich täglich vergeblich nach der Stimme, den Armen und dem aufmunternden Blick ihrer Mütter    (Väter ) sehnen?

Ist es eine Chance für unser Land, wenn viel Geld in die Versorgung der alten Generation fließt, Eltern aber ihren Dienst am Nachwuchs mit 0 Cent vergolten wird, wenn sie selbst Verantwortung für ihre Kinder übernehmen wollen?

Ist es eine Chance für unser Land, wenn über das Umlageverfahren Eltern heute (und deren Kinder morgen) über ihre Beiträge die kinderlose Bevölkerung alimentieren, während älteren Müttern Rentenpunkte verweigert werden?

Ist es eine Chance für unser Land, wenn die Politik zwischen Eltern und Eltern unterscheidet, indem sie berufstätige Eltern mit 1100 Euro für jeden Krippenplatz belohnt, zwei Drittel aller Eltern aber mit 150 Euro Betreuungsgeld abspeist, dafür, dass  sie ihr selbst ersehntes, selbst getragenes und selbst geborenes Kind auch selbst betreuen wollen?

Ist es eine Chance für unser Land, wenn die Politik sich strikt weigert, die familienbezogenen Urteile des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichstellung von Eltern und Kinderlosen umzusetzen, und die damit verhindert, dass Eltern autark und ohne staatliche Almosen sich die Kinder leisten können, die sie sich wünschen?

Seit Jahren fährt unsere Politik dieses riskante Nachwuchsverhinderungsprogramm.

Werte Frau Dr. Merkel, wir Eltern können in der gegenwärtigen  Schrumpfalterung beim besten Willen keine Chance erkennen, sondern wir sehen den wirtschaftlichen, sozialen,  emotionalen und kulturellen Niedergang unserer Gesellschaft, wenn nicht endlich die  richtigen, d. h. rechtlich angemahnten Instrumente eingesetzt werden, um den Schwund zu stoppen.

Solange wir in der Verhinderung  von Kindern eine Chance sehen, solange wir uns mit der demografischen Katastrophe abfinden, solange wir die gängige Missachtung von Elternschaft akzeptieren, solange sägen wir alternativlos am eigenen Ast. Wenn Ihr Credo lautet, die Gesellschaft dürfe nicht auf Kosten der kommenden Generation leben, so sagen wir Ihnen: Das tut sie bereits, und zwar rücksichtslos, indem unsere Regierungen Kindern und deren Eltern vorenthalten, was ihnen der Gesetzgeber unmissverständlich längst zugesprochen hat.

Dies wollten wir Eltern Ihnen mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

für die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

Liebe – was ist das?

Auch wenn Norbert Blüm vielleicht etwas sehr pessimistisch in die gegenwärtige Gesellschaft blickt, sein Fazit, dass die Liebe schwindet, verdient Beachtung. Allerdings kommt dem ehemaligen Sozialminister diese Erkenntnis reichlich spät.

Vielleicht zu spät?

http://www.sueddeutsche.de/politik/ehe-und-familie-von-der-liebe-bleibt-der-moderne-mensch-verschont-1.1666123

Nachlese zum Muttertag 2013

“…. Denn Muttertage, das ist wahr, die sind an allen Tagen. Ich hab dich lieb das ganze Jahr! Das wollte ich dir sagen.”, so sagten es unsere Kinder ihrer Mama zum Muttertag auf.                             

Tempi passati! Klaus Kelle macht sich seine Gedanken zu vereinbarten Müttern und vereinbarten Kindern.

http://www.freiewelt.net/blog-5386/bleibt-stehen-und-klatscht-einfach-beifall.html

 

Kinderschwund nicht als Bürde sehen, sondern als “Chance”,

so empfiehlt es die Kanzlerin in ihrer Lobrede auf die “Fortschritte” zur Bewältigung des so genannten demographischen Wandels. Ursachenforschung oder Behebung der Nachwuchsbremsen – Fehlanzeige! “Wir dürfen nicht auf Kosten der nachwachsenden Generation leben”, so das Credo der Kanzlerin. Doch sie realisiert nicht, dass wir das ja bereits tun, wenn wir den Kindern ihre Mütter mit 5,4 Milliarden Steuergeld plus jährliche Betriebskosten für Ganztagsbetreuung abkaufen. Zurück bleibt eine vaterlose und mutterlose Generation.

http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Mediathek/mediathek_node.html?id=711072

 

Einheitsschule – im Galopp!

Elternschaft und Philologenverband laufen – wohl aussichtslos – Sturm gegen die geplante Kürzung von Lehrerstunden an allgemeinbildenden Schulen und Gymnasien durch die Stuttgarter Landesregierung. Die Schwäbische Zeitung berichtet heute darüber. Dazu unser Leserbrief:

„Schleichende Erosion der Gymnasien“ meint der Landesvorsitzende des Philologenverbands, Bernd Saur, zur Streichung von Lehrerstunden. Erosion ja, aber nicht schleichend, sondern im Galopp. Denn der grün-roten Regierung geht es bei der angekündigten Maßnahme doch gar nicht um Einsparungen, sondern um die zügige Durchsetzung der ganztägigen Einheitsschule! Dabei verfolgt sie pfiffig ihren angekündigten Plan. Erster Schritt: Abschaffung der Grundschulempfehlung, 2. Schritt: Kinder strömen in Scharen aufs Gymnasium, 3. Schritt: eine Großzahl der Schüler fühlt sich überfordert, braucht Nachhilfe, 4. Schritt: viele Eltern sehen sich dazu nicht imstande und fordern die Ganztagsschule ohne Hausaufgaben – und schon hat man die vermeintliche „Chancengleichheit“ hergezaubert! Der erwünschte grün-rote Nebeneffekt: Der Störfaktor Kind ist verlässlich eliminiert, so dass die Eltern vollzeitig ihrem Erwerb nachgehen, und wenigstens tagsüber so leben können, als hätten sie keine Kinder.

Bärbel Fischer

Prognose für Deutschlands Elite 2030

Seit Jahrzehnten werden in Schweden Kinder von kleinauf ganztags in Krippen “g e b i l d e t “! Hierzulande spricht man vom skandinavischen Krippenparadies und eifert den Schweden nach Kräften nach. Und jetzt das: 

Schwedische Professoren klagen über ihre dummen Studenten.

Der Westen 04.05.2013 | 00:19 Uhr

Stockholm. Unter Schwedens Hochschullehrern macht sich Frust breit: Sie finden, dass schwedische Studenten einfach nicht klug genug sind.

Historikerin Hanna Enefalk und zahlreiche ihrer Kollegen von der altehrwürdigen Universität Uppsala warnten jüngst davor, dass die Schweden mit der Hochschulreife nicht einmal ihre Muttersprache beherrschten. Dabei gehe es nicht nur um die Rechtschreibung, so Enefalk. Die sei insgesamt „elendig“, aber weil es an den meisten Arbeitsplätzen ja Computer mit Korrekturprogrammen gebe, habe man das schon längst abgehakt. Das grammatikalische Vermögen ist so begrenzt, dass die schriftlichen Aussagen der Studenten teilweise unverständlich werden“, heißt es.

Auch die Allgemeinbildung lasse zu wünschen übrig, meldeten sich andere schwedische Hochschullehrer zu Wort. Viele schwedische Studenten wüssten nicht mal, wer Vincent van Gogh war.

Gleichzeitig forderten die schwedischen Studenten ständig Lob und gute Noten, selbst für mangelhafte Arbeiten. Lehrer, die „keinen bloßen Unterhaltungsunterricht“ veranstalteten, würden gemobbt. Etwa durch Beschwerden an den Institutsleiter, in Umfragebögen zur Unterrichtsqualität und durch anmaßende Kommentare im Unterricht selbst.

Wer schlechte Noten bekomme, fühle sich gekränkt. „Studenten sehen sich heute mehr als Kunden, die erwarten, dass die Schule liefert“, sagen etwa die Hochschullehrer aus Uppsala.

André Anwar 

http://www.derwesten.de/panorama/schwedische-professoren-klagen-ueber-ihre-dummen-studenten-aimp-id7915647.html#comments

 

“Wie kann das passieren in einem Land mit Bildung von Anfang an?”, fragt  Frau Dr. Erika Butzmann in ihrer Buchbesprechung von: “Glückliche Krippenkinder”, Beltz-Verlag 2013.

“Die wissenschaftliche Psychologie hat dafür eine Erklärung: In den ersten zwei Lebensjahres entwickelt sich die Leistungsbereitschaft des Kindes, indem es feststellt, was es bewirken kann und wie die Eltern darauf reagieren.

Freuen sich die Eltern über die Freude des Kindes, ist es hoch motiviert, weiter zu machen. Dafür muss die primäre Bindungsperson immer in der Nähe sein, denn kleine Kinder sind ständig aktiv. Gibt es diese Gefühlsspiegelung durch Ignoranz oder Abwesenheit nicht, erlahmt die Leistungsbereitschaft schon sehr früh.

Weitere Beispiele aus diesen Ländern lassen sich für das Sozialverhalten Jugendlicher nennen. Denn die Folgen frühkindlicher Entbehrungen zeigen sich erst, wenn die Kinder sich von ihre Eltern ablösen. Wahrscheinlich müssen wir auch 20 Jahre warten, bis unsere bundesdeutsche Gesellschaft begreift, was sie über viele Jahre erfolgreich ausgeblendet hat.”